Informations- und Ausbildungstour für die Kantonspolizei Obwalden
Im Zusammenhang mit dem in Vorbereitung stehenden Obwaldner Schutz- und Nutzungskonzept Karst und Höhlen, das unter der Leitung von Volker Lohmann von einer Arbeitsgruppe der Stiftung Naturerbe Karst und Höhlen Obwalden erarbeitet wird, wollte sich die «Alpine Einsatzgruppe» der Kantonspolizei (Kapo) Obwalden informieren, mit welchen Aufgaben und Schwierigkeiten zu rechnen ist, wenn sich bei einer geführten oder «wilden» touristischen Begehung der Höhlen ein Unfall ereignet. In erster Linie geht es auch um eine Abschätzung der konkreten Aufgabenabgrenzung z.B. bei der Unfallaufnahme an Ort und Stelle (Spéléo-Secours oder Polizei). Damit sich die Kapo ein eigenes Bild machen kann, wurde die NeKO-Stiftung in Kooperation mit der HGU angefragt, ob sie mittels einer Höhlenexkursion ein eigenes Bild verschaffen
kann.
Um möglichst viele Facetten der Unfall-, Hochwasser- und Vermissten- bzw. Suchrisiken, aber auch die Schutzwürdigkeit der Höhlen sowie die Zerbrechlichkeit der Ablagerungen (Tropfsteine) aufzuzeigen, wurde die Schrattenhöhle in einer 7-stündigen Tour vom Tiefsystem-Eingang M69 bis zum Wasser-Druckleitungsstollen-Ausgang M6 durchquert. An der Informations- und Ausbildungstour, geleitet und begleitet von Martin Trüssel bzw. Ueli Fischer (HGU) nahmen folgende Personen von der Kapo Obwalden teil: Gregor Jossen, Andreas Gasser, Rolf Bucher und Urban Ming.