In welchen Höhlen überwintern Fledermäuse?

Wo Fledermäuse sich im Sommer aufhalten und wo sie ihre Wochenstuben haben, wird von den Fledermausforscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten intensiv untersucht und wissenschaftlich begleitet. Wo all diese Tiere überwintern, ist noch nahezu unbekannt. Im Winter 2025/26 hat deshalb die NeKO-Stiftung vom zwischen Hasliberg und dem Pilatus zahlreiche Höhlen auf die Anwesenheit von Fledermäusen kontrolliert. Dazu waren z.T. Tagestouren mit den Skiern bis auf 2400 m ü.M. nötig.

Das nun abgeschlossene Winterquartier-Monitoring umfasst 13 Höhlen. Insgesamt wurden 22 Touren durchgeführt. In 10 der 13 Höhlen wurden tatsächlich Fledermäuse angetroffen. Darunter war überraschenderweise mehrheitlich die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) mit hohem Schutzbedarf gemäss der Roten Liste der Fledermäuse.

Für Menschen sind die Laute der Kleinen Hufeisennase nicht zu hören. Sie liegen bei einer Frequenz von über 100 KHz. Wenn man diese aber hörbar macht, dann klingt das ziemlich «schwatzhaft». Offenbar ist die Fledermaus kurz vor ihrem Abflug aus dem Winterquartier mit dem Besuch gar nicht zufrieden …

Eine kleine Hufeisennase in der Rütibalm oberhalb von
Sachseln im Winterschlaf. Foto: M. Trüssel.
Ein Braunes Langohr im Mondmilchloch am Pilatus
(Plecotus auritus). Foto: M. Trüssel.

Hier ist die Liste der Beobachtungen im Winter 2025/2026 in Obwalden und angrenzende Gebiet: https://neko.ch/wp-content/uploads/2026/03/Fledermaus_HoehlenWinterquartier_ohneKoord_2026trm.pdf