Sinterboden-Projekt der ETH Zürich in der Schrattenhöhle
Unter der Leitung von Dr. Arnfried Becker, ETH Zürich, Abteilung Geophysik, wurde im Oasenlabyrinth der Schrattenhöhle ein Gangabschnitt ausgewählt, auf dem zahlreiche ohne menschliches Dazutun abgebrochene Stalaktiten und Makkaroni liegen. Die einzelnen Objekte sind vor unterschiedlich langer Zeit abgebrochen. Entsprechen unterschiedlich sind sie am Boden mehr oder weniger bzw. noch nicht angesintert. Solche Untersuchungen sind nur möglich, wenn der Höhlenabschnitt von menschlichen Einflüssen unberührt geblieben ist. Der ausgewählte, 3 Quadratmeter grosse Gangabschnitt wurde für die morphologischen und geologischen Aufnahmen in 50 cm grosse Rastereinheiten aufgeteilt und Zentimeter um Zentimeter eingemessen. Per EDV wird nun eine genaue Lagesituation generiert. Zudem wird das Alter von drei Tropfsteinbroben mittels U/Th-Methode bestimmt. Die Untersuchungen sollen im Rahmen eines grösseren Projektes der ETH Zürich historische und prähistorische Erdbeben in der Zentralschweiz zeitlich eingeordnet und mit anderen Beobachtungsmethoden koreliert werden. Bildlegende: Dr. Arnfried Becker (links) und Ueli Fischer bei der zentimetergenauen Einmessung eines wissenschaftlich interessanten Höhlenbodens im Oasenlabyrinth der Schrattenhöhle. Foto: Martin Trüssel.
