Aktuell

Historisches zum Mondmilchloch am Pilatus

Das Mondmilchloch ist seit Jahrhunderten sagenumwoben. Der Zustieg zur Höhle an der Südflanke des Widderfeldes hat Franz Ludwig Pfyffer von Wyher aufgrund seiner offenbar äusserst eindrücklichen Höhlenerkundung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im „Relief der Urschweiz“ eingetragen. Das Relief entstand zwischen 1762 und 1786 im Massstab von ca. 1:11’500. Am Rand des kleinen […]

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Wintersport-Gefahrenschächte im Schrattenkarst

Im Laufe des Februars 2019 haben sich die Ereignisse auffällig gehäuft, bei denen Schneesportler ins seit Jahren auf der Melchsee-Frutt berüchtigte Snöberloch (M22) gestürzt sind. Bei 4 Vorfällen mussten insgesamt 6 Personen gerettet werden. Sie hatten unglaubliches Glück, denn nur dank des vielen Schnees, den es in das 20 m tiefe „Loch“ geblasen hat, sind […]

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Kleinwüchsiges Rind als Beispiel der Entwicklung in der Nutztierzüchtung

Im Erlenschacht (M63) der Melchsee-Frutt wurde ein nahezu vollständiges Skelett eines kleinwüchsigen Rindes aus dem Mittelalter entdeckt. Das weibliche, zweijährige Individuum hatte eine Widerristhöhe (Schulterhöhe) von nur etwa 1 m. Welch ein frappanter Unterschied zu den heutigen Fleckvieh-Rassen mit 1,6 m Widerristhöhe. Das sogenannte „Erlenschachtrind“ mit einer Schädellänge von knapp 20 cm hat gemäss einer […]

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Temperaturtrend in der Schrattenhöhle zeigt weiterhin nach oben

Jeweils auf den Wechsel des Hydrologischen Jahres werden in der Schrattenhöhle die Temperaturdatenlogger ausgelesen. Auch nach nunmehr 28 Jahren zeigt sich per 30. September 2018, dass sich der Erwärmungstrend auch im Karstgestein tief unter der Erde fortsetzt. Seit 1990 ist die Temperatur von 2,6 °C auf 3,3 °C gestiegen. Und dies obwohl die Temperatur in […]

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Neueste Erkenntnisse zur Beschaffenheit von Tropfsteinen an der GeoBonn 2018

Das Klimaproblem steht seit vielen Jahren im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Anhand von Tropfsteinen kann das Paläoklima rekonstruiert werden. Je besser die Kenntnisse über die Beschaffenheit des Sinters und zum Tropfsteinwachstum sind, umso besser sind auch die Forschungsergebnisse. Anhand eines aussergewöhnlichen Stalagmiten aus der Bettenhöhle, Melchsee-Frutt, mit einem raschen Wechsel von Kalzit zu Aragonit konnten […]

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DNA-Untersuchung einer Glasschnecke aus der Oberen Eiseehöhle

Eine Glasschnecke (Vitrinidae) auf direktem Weg ins Fangglas. Sie wurde in der Oberen Eiseehöhle (2045 m ü.M.) östlich des Brienzer Rothorns eingefangen, um ihre DNA zu untersuchen. Damit sollen die evolutionären Verwandtschaftsverhältnisse von Organismen mittels molekularbiologischer Methoden geklärt werden. Die Doktorarbeit von Beat Pfarrer erfolgt unter der Leitung von Eike Neubert, Kurator Malakologie am Naturhistorischen […]

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Höhlenguide-Instruktionstag für „Begleitete Schrattenhöhle-Tour“

Nach fünfeinhalb Jahren konnte auf Initiative der NeKO-Stiftung das Projekt „Begleitete Schrattenhöhle-Tour“ mit dem heutigen Höhlenguide-Instruktionstag unter der Verantwortung des lokalen Tourismusvereins und unter der Aufsicht des Kantons Obwalden heute startklar gemacht werden. Niklaus Kretz und Martin Trüssel sind die beiden Instruktoren für die Guide-Ausbildung zum administrativen Ablauf, zum Höhlenschutz und zur Sicherheit. In der […]

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Über 25 Jahre tägliche Wetteraufzeichnungen

Seit über 25 Jahren liegen lückenlos Martin Trüssels tägliche Wetteraufzeichnungen vor. Da sind auch alle Unwetter, Föhnstürme, kältesten Nächte, besonderen Schneesituationen und Hochwasserereignisse festgehalten. Die Aufzeichnungen haben einen direkten Bezug zu den seit 1990 in der Schrattenhöhle der Melchsee-Frutt aufgenommenen Langzeit-Temperaturmessungen. Seither werden stündlich im Höhlensystem (und an der Karstoberfläche) mit Loggern die Temperaturen gemessen. […]

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Liebestanz der Höhlenfalter in der Oberen Eiseehöhle

Der Gelblichgraue Höhlenspanner (Triphosa sabaudiata) wandert im Laufe des Herbstes zur Überwinterung in die frostfreien Höhlen ein – und offenbar ist dann gleich die Paarung angesagt. Das sieht im Schein der Höhlenforscherlampe doch schon fast einem Walzer ähnlich. Dieses Paarungsritual ist selten anzutreffendes Schauspiel,  gesehen in der Oberen Eiseehöhle zwischen Brienzer Rothorn und Giswilerstock (Gmd. […]

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